Molekularbiologisch optimierte Therapie

In der Vergangenheit wurden mehrere prädiktive Faktoren des Tumoransprechens auf Strahlentherapie identifiziert, wie zum Beispiel die Tumorhypoxie oder auch neue molekularbiologische Marker wie zum Beispiel die HPV-Infektion bei Kopf-Halstumoren. Das Ziel ist es, in einem holistischen Ansatz umfangreiche Daten zu gewinnen und auf der Basis pathophysiologischer und biologischer Rationalen neue Marker zu entwickeln, die es erlauben, die Strahlentherapieanwendung zu optimieren und Voraussagen über das individuelle Therapieansprechen zu treffen. Hierbei sollen Informationen über die Tumorhistologie, zelluläre und molekulare Parameter aus Blut- und Urinuntersuchungen sowie die nichtinvasive funktionelle und molekulare Bildgebung zusammengeführt werden. Ein weiterer wichtiger Ansatz besteht darin, moderne radioonkologische Konzepte für den kombinierten Einsatz von Medikamenten zu entwickeln, um die Strahlenwirkung im Tumorgewebe zu verstärken oder das Normalgewebe vor Strahlenfolgen zu schützen.